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Kieferorthopädie
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Kieferorthopädie 33 (2019), Nr. 4     12. Dez. 2019
Kieferorthopädie 33 (2019), Nr. 4  (12.12.2019)

Seite 405-415


Extreme Klasse-II-Überkorrektur ohne nachfolgende Retention bei der Herbst-Behandlung
Eine Pilotstudie
Pancherz, Hans
Diese Pilotstudie sollte folgende Frage beantworten: Führt eine extreme Klasse-II-Überkorrektur bei der Herbst-Behandlung von Klasse-II:1-Dysgnathien langzeitlich zu einem normalen Overjet und einer Klasse-I-Okklusion ohne weitere Behandlung und ohne Retention nach der Therapie? Zehn konsekutive Klasse-II:1-Herbst-Patienten (Alter: 12-16 Jahre) wurden extrem überbehandelt zu einem negativen Overjet (frontaler Kreuzbiss) und einer Klasse-III-Molarenokklusion. Die aktive Behandlungszeit war auf sechs Monate festgelegt. Nach der Herbst-Therapie fanden keine weitere Behandlung und keine Retention statt. Innerhalb der Grenzen dieser Studie (kleines Patientenkollektiv) konnte festgestellt werden, dass eine extreme Überbehandlung mit der Herbst-Apparatur langfristig durchaus erfolgreich ist. In der Regel erholen sich der überbehandelte Überbiss (negativer Overjet) und die überbehandelte Molarenokklusion (Klasse III). In einem Zeitraum von sechs Monaten nach aktiver Herbst-Behandlung sieht man regelmäßig einen positiven Overjet und eine Klasse-I-Molarenokklusion. Langfristig kann eine weitere Normalisierung des Overjets und eine Stabilisierung der Klasse-I-Okklusion erwartet werden. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass bei einer Zwei-Phasen-Herbst-/MB-Behandlung eine extreme Klasse-II-Überkorrektur in der Herbst-Phase von Vorteil ist, um die MB-Phase kürzer und sicherer zu machen. Für eine endgültige Schlussfolgerung ist aber weitere Forschung an einem größeren Patientengut notwendig.

Schlagwörter: Herbst-Apparatur, extreme Klasse-II-Überkorrektur, keine Retention nach der Behandlung, stabiles Langzeitergebnis
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