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Kieferorthopädie
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Kieferorthopädie 33 (2019), Nr. 3     10. Sep. 2019
Kieferorthopädie 33 (2019), Nr. 3  (10.09.2019)

Seite 281-289


Vergleich von Qualität und Dauer festsitzender Behandlungen mit und ohne Extraktion von bleibenden Zähnen
Tserakhava, Tamara / Harlachova, Tatyana
Das Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von Extraktionen auf die Qualität und die Behandlungsdauer der kieferorthopädischen Anomalien bei Patienten zu bestimmen.
Material und Methoden: Die Qualität und die Behandlungsdauer wurden bei 109 Patienten, die eine kieferorthopädische Behandlung mittels eines Bracketsystems abgeschlossen hatten, bestimmt. Die Behandlungsdauer wurde als die Zeit von dem Einsetzen des Bracketsystems bis zu seiner Entfernung definiert. In der untersuchten Patientengruppe waren bei 64 Patienten (58,7 %) bleibende Zähne aus kieferorthopädischen Gründen extrahiert worden (Gruppe 1). Die Lücken wurden bei diesen Patienten kieferorthopädisch geschlossen. Bei den übrigen 45 Patienten (41,3 %) waren alle Zähne angelegt (Gruppe 2). Die Ausprägung der Zahnfehlstellung wurde durch den PAR-Anfangswert vor und nach der Behandlung ausgedrückt. Neben der deskriptiven Statistik erfolgte der statistische Vergleich der Mittelwerte durch die Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests. Das Signifikanzniveau wurde bei p < 0,05 festgelegt.
Ergebnisse: Die Anzahl der weiblichen Patienten (87,5 % in Gruppe 1; 55,6 % in Gruppe 2) war signifikant höher als die der männlichen Patienten (12,5 % in Gruppe 1; 44,4 % in Gruppe 2). Das Durchschnittsalter der Patienten aus Gruppe 1 bei Behandlungsbeginn betrug 17,2 Jahre und in Gruppe 2 17,4 Jahre. Der durchschnittliche PAR-Anfangswert der Patienten mit Extraktion war im Vergleich zu den Patienten, die ohne Extraktionen behandelt wurden, signifikant erhöht (p < 0,05). Der PAR-Anfangswert für die Gruppe 1 betrug im Mittel 36,2 Punkte (Median 39 [27-43]) und für Gruppe 2 30,7 Punkte im Mittel (Median 30 [22-34]). In beiden Gruppen wurde eine signifikante Verkleinerung des durchschnittlichen PAR-Wertes erreicht (p > 0,05). Der PAR-Endwert war in Gruppe 1 signifikant höher (p < 0,05) als in Gruppe 2 und betrug durchschnittlich 3,2 Punkte (Median 2 [2-4]) im Vergleich zu einem Mittelwert von 2,1 (Median 1 [0-3]). Die durchschnittliche Behandlungsdauer aller Patienten betrug 24,2 Monate, bei einer weiten Streuung zwischen 12 und 47 Monaten. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede für die mittleren Werte der Behandlungsdauer in den Gruppen mit und ohne Extraktion der Zähne (p > 0,05). Die Behandlung dauerte bei den Patienten der Gruppe 1 durchschnittlich 25,4 Monate (Median 23,5 [19-32]) und 22,5 Monate (Median 22 [18-25]) in Gruppe 2.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die Behandlungsdauer der kieferorthopädischen Anomalien mit und ohne Extraktionen der Zähne keine signifikanten Unterschiede aufweisen. In beiden Gruppen konnte der durchschnittliche PAR-Wert signifikant reduziert werden.

Schlagwörter: PAR-Index, Behandlungsdauer, Qualität
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