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Kieferorthopädie
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Kieferorthopädie 29 (2015), Nr. 3     30. Sep. 2015
Kieferorthopädie 29 (2015), Nr. 3  (30.09.2015)

WISSENSCHAFT, Seite 217-223


Führt die Hybrid-GNE zu einer ungewünschten Verbreiterung der Weichnase?
Hellak, Andreas / Schauseil, Michael / Ludwig, Björn / Zorkun, Berna / Korbmacher-Steiner, Heike
In dieser Studie sollte untersucht werden, ob die kieferorthopädische Gaumennahterweiterung zu einer Verbreiterung der Weichnase führt und ob dabei verschiedene Modifikationen der GNE-Apparatur unterschiedliche Effekte zeigen. Die retrospektive Nutzung der Datensätze wurde von der Ethikkommission des Saarlandes genehmigt. Es wurden insgesamt 13 Patienten retrospektiv untersucht, die mittels Hybrid-GNE oder einer konventionellen Hyrax-GNE behandelt wurden. Die Erhebung und Auswertung der Datensätze erfolgte mithilfe des Computerprogramms Mimics 15.0. Je mm-Aktivierung der GNE wurde eine relative Expansion von durchschnittlich 50 % an der knöchernen Nase erzielt, während die relative Expansion der Weichnase im Bereich von unter 10 % blieb. Zudem zeigte sich eine hoch signifikante Korrelation zwischen der Expansion der Nasenflügel und Nasenbasis (Pearson-Korrelation > 0,75; p = 0,003), nicht jedoch zwischen der skelettalen Nasenbreitenzunahme und den beiden Weichteilparametern (Korrelation < 0,36; p > 0,22). Der Effekt auf die weiche Nasenbasis war für die beiden untersuchten Gruppen nicht signifikant. Mithilfe der Messdaten konnte ein sehr akkurates mathematisches Modell erstellt werden, dass die Beziehung zwischen Aktivierung der GNE (in mm) und skelettaler Expansion beschreibt. Die Formel lautet: GNE-Aktivierung (in mm) x 0,485 = knöcherne Weitung an der Apertura (in mm) Für die Verbreiterung der Nasenbasis und der Nasenflügel konnte hingegen keine genaue Vorhersage getroffen werden. Die Gaumennahterweiterung scheint also einen expansiven Effekt auf die knöcherne Nase zu haben, eine signifikante Verbreiterung der weichen Nase war aber nur nach der Hyrax-GNE festzustellen, wobei die Patienten auch signifikant jünger waren. Jeder Behandler sollte sich grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass auch geringe Verbreiterungen der Weichnase von den Patienten als deutliche ästhetische Veränderungen wahrgenommen werden können und die Patienten vor Behandlungsbeginn ausführlich darüber aufklären.

Schlagwörter: Hybrid-GNE, Hybrid-Hyrax, Nasenverbreiterung, Gaumennahterweiterung
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